Xbox One: Das schreibt AVM zum MP-Prob

Ein Spiel erscheint auf allen Konsolen oder ihr wollt darüber diskutieren, auf welcher es mehr Features hat oder besser aussieht. Hier geht's rund um GAMES und KONSOLEN!

Moderator: [RDC] Tooby

Xbox One: Das schreibt AVM zum MP-Prob

Beitragvon Benutzer gelöscht » 04.12.2013 22:48

Ich verstehe von der ganzen Netzkagge nicht genug um den wahren Übeltäter der Fritz.Box zu erkennen - auch wenn AVM's Mitteilung auf deren Webseite für mich, ohne plan, schlüssig klingt.

Übrigens müsste ich laut diesem Beitrag zu den wenigen IP6v gehören - zumindest gehöre ich zu den Kabelleutz. Mein Router meldet aber, dass ich mit IP4v unterwegs bin ;)

Online-Spiele mit XBox One und FRITZ!Box

Beim Einsatz der XBox One in Kombination mit einer FRITZ!Box steht die Multiplayer-Funktion nicht zur Verfügung, wenn die Internetverbindung über das Internet Protocol Version 6 (IPv6) besteht. Dieser Artikel beleuchtet die technischen Hintergründe und beschreibt mögliche Lösungen und Workarounds.

IPv6 in der FRITZ!Box
AVM engagiert sich seit Jahren, den Übergang zu IPv6 zu ermöglichen. IPv6 ist ein neues Internetprotokoll, das vor allem dafür benötigt wird, die Adressknappheit beim bisher verwendetet Internetprotokoll IPv4 zu lösen. IPv4 kennt zu wenige unterschiedliche Adressen, um jedem Anwender mindestens eine weltweit eindeutige Adresse zuzuweisen.

Damit die unausweichliche Umstellung auf IPv6 gelingen kann und das Internet in naher Zukunft somit weiterhin funktioniert, müssen alle Beteiligten in der Industrie die Einführung von IPv6 aktiv unterstützen und Ihre Produkte IPv6-fähig implementieren. Dies ist bei vielen Internetanbietern, Content-Anbietern, Webserver-, Router-, Betriebssystem- und Heimnetzgeräteherstellern sowie Browser-Anbietern in den letzten Jahren bereits erfolgt.

AVM hat die Erweiterungen, die für IPv6 in einem Heimnetz-Router notwendig sind, bereits frühzeitig – als einer der ersten Hersteller weltweit – implementiert, im Jahr 2009 als Firmware-Update für FRITZ!Box bereitgestellt und seitdem mit einigen Internetanbietern ausgerollt. Anwender, deren Internetanbieter eine native IPv6-Anbindung ermöglicht, können heute mit der FRITZ!Box die IPv6-Anbindung Ihres Heimnetzes vollständig nutzen und sind damit bestens für die Zukunft gerüstet. Insgesamt ist die Verbreitung von IPv6 noch recht gering und liegt in Deutschland bei etwa 5 Prozent. IPv6 wird in Deutschland vorwiegend bei Kabelanbietern eingesetzt. Bei DSL-Anbietern ist es hingegen wenig verbreitet.

Teredo als Übergangstechnologie
Neben der direkten (nativen) Anbindung an das IPv6-Internet über geeignete Internetanbieter gibt es für die IPv6-Anbindung von Heimnetzen auch sogenannte Tunnelprotokolle. Sie sind für Anwender gedacht, deren Zugang noch kein natives IPv6 bietet. Diese können mit Hilfe von Tunnelprotokollen eine Verbindung zum IPv6-Internet über eine herkömmliche IPv4-Anbindung aufbauen. Tunnelprotokolle werden auch als Übergangstechnologie bezeichnet, da sie nicht das eigentliche Ziel verfolgen, alle Anwender über IPv6 anzubinden und somit von IPv4 unabhängig zu werden, sondern zwingend eine funktionierende IPv4-Anbindung benötigen.

Eines dieser Tunnelprotokolle ist Teredo, das Microsoft 2006 als RFC 4380 standardisiert und veröffentlicht hat. Der Standard schreibt vor, dass die Übergangstechnologie Teredo nicht mehr genutzt werden darf, wenn bereits eine bessere Verbindung in Form einer nativen IPv6-Verbindung zum IPv6-Internet vorliegt. Auch der Standard RFC 6169 schreibt dies vor und nennt als gutes Beispiel Microsoft Windows. Alle Microsoft Betriebssysteme seit Windows Vista setzen den Standard in dieser Hinsicht konform um und nutzen statt Teredo eine native IPv6-Verbindung, sobald diese verfügbar ist.

Teredo-Nutzung in der XBox One
Nach unseren Beobachtungen nutzt die XBox One für Multiplayer-Verbindungen entgegen des Teredo-Standards immer das Teredo-Protokoll für Multiplayer-Verbindungen, auch wenn eine bessere native IPv6-Anbindung vorliegt.

Dieses Verhalten der XBox One behindert den notwendigen Wechsel auf IPv6, da XBox One und die jetzige uneingeschränkte Teredo-Nutzung immer eine vollständig funktionierende IPv4-Anbindung erfordert. Aufgrund der IPv4-Adressknappheit gibt es aber bereits heute einige Internetanbieter für Privatkunden, die nur noch eine eingeschränkte IPv4-Anbindung anbieten können. In naher Zukunft werden auch viele weitere Internetanbieter nicht mehr genügend IPv4-Adressen für Privatkunden besitzen und eine vollständige Internetanbindung dann ebenfalls nur noch über IPv6 realisieren können. Das jetzige Verhalten der XBox One ist daher aus heutiger Sicht nicht zukunftsfähig und bereitet an Anschlüssen ohne vollständige IPv4-Anbindung Probleme.

Teredo-Filter in der FRITZ!Box
Wenn die FRITZ!Box eine native IPv6-Verbindung zum Internetanbieter aufbaut, wird ein ausgehender Filter aktiv, der das Teredo-Protokoll abgehend sperrt. Dies hat im Wesentlichen zwei Gründe:
Über Teredo können einzelne Geräte im Heimnetzwerk an der FRITZ!Box-Firewall vorbei eine eigene IPv6-Verbindung herstellen. Diese Geräte sind nicht mehr von der FRITZ!Box-Firewall geschützt, sondern können aus dem gesamten IPv6-Internet erreicht und angegriffen werden. Das BSI und die Cyber-Allianz empfehlen daher, Teredo in Firewalls abgehend zu sperren.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Teredo oft unzuverlässig, langsamer und in der Regel nicht so effizient ist wie eine native IPv6-Verbindung. Es kann außerdem die Umstellung auf IPv6 bei den Content-Anbietern behindern.

Der Teredo-Filter der FRITZ!Box wird immer dann aktiv, wenn die FRITZ!Box eine native IPv6-Verbindung hat. Einige wenige Internetanbieter in Deutschland bieten ihren Kunden bereits einen nativen IPv6-Zugang an.

Multiplayer-Spiele mit FRITZ!Box und XBox One
Sofern bereits eine native IPv6-Anbindung vorliegt, wird in der FRITZ!Box der oben beschriebene Teredo-Filter aktiv und verhindert in den bislang bekannten Softwareständen der XBox One die Nutzung der Multiplayer-Funktionen. Dies betrifft nur Anwender, die bereits eine native IPv6-Anbindung über Ihre FRITZ!Box haben. Die Übersichtsseite der FRITZ!Box-Benutzeroberfläche zeigt in diesem Fall eine eigene IPv6-Verbindung an.

Für Anwender, die nicht auf ein Update für Ihre XBox One warten wollen, das die XBox One IPv6-fähig macht, bietet AVM einen Workaround in Form eines Updates an, in dem der Teredo-Filter trotz der dann verringerten Sicherheit abgeschaltet werden kann. Das FRITZ!OS mit dem Workaround steht aktuell für die FRITZ!Box 7360 bereit und für weitere Modelle als Laborversion.
Quelle: AVM
Benutzer gelöscht
 


Beitragvon RuDark Consoleros » 04.12.2013 22:48

Mach mit und sei dabei!

Consoleros.de ist deine Community zum Thema Konsolen und PC Games rund um Onlinegaming. Auch ohne Registrierung kannst du dir den Beitrag "Xbox One: Das schreibt AVM zum MP-Prob" bereits komplett durchlesen. Mit einer kostenlosen Anmeldung hast Du folgende weitere Möglichkeiten und kannst aktiv an dieser Diskussion teilnehmen.

  • keine Werbung
  • Teilnahme an Diskussionen und Erstellen eigener Beiträge
  • Beobachten von Themen mit eMail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Freunde finden und über Private Nachrichten kommunizieren
  • schnelle Hilfe bei Problemen
Jetzt teilnehmen und kostenlos anmelden!

RuDark Consoleros

Zurück zu Konsolen-Talk

Wer ist online?

Mitglieder: 0 Mitglieder

cron