Neulich musste es mal ein Autounfall sein

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Moderator: [RDC] Tooby

Re: Neulich musste es mal ein Autounfall sein

Beitragvon [RDC] Puppet » 05.03.2012 15:55

So ein Müll... Ich hoffe, dass du wenigstens eine gute Rechtsschutz hast, die für den ganzen Quark aufkommt. Sowas ist immer eine fiese Nummer, da bezahlt man sogar für die Vorladungs-Briefe vom Gericht und lauter solchen KrimsKrams.

Aber in der Konsequenz würde ich es auch drauf ankommen lassen. Im Grunde ist das Ziel der gegnerischen Versicherung klar: das niedrigste Gutachten soll's werden. Ohne ein richterliches Urteil würde das ewig laufen.
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Beitragvon Benutzer gelöscht » 06.03.2012 09:07

Die Versicherungen müssen nun das wieder reinholen, was sie bei Vertragsabschluss verloren haben. Bei den billigen Beiträgen muss ja irgendwer die Zeche zahlen.

Was ich zum kotzen finde: Wer soll heute noch Spaß daran haben ein neues Auto zu kaufen, wenn dir beim Unfall nur Stress gemacht wird? Man weiß ja nie welche Versicherung der Unfallgegner hat. Was also kann man tun? Nach dieser Erfahrung würde ich mir heute lieber alle zwei Jahre eine Karre mit 2 Jahre TÜV für 2.000 EUR kaufen als einen Neuwagen für 20.000 EUR den ich vor habe 10 Jahre und mehr zu fahren. Die alte Karre wird 2 Jahre am Leben gehalten und kommt dann auf den Müll. Keine Inspektion, kein Scheckheft. Fahren und fertig.
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Beitragvon Benutzer gelöscht » 14.03.2012 19:09

Update:

Die Versicherungen ziehen vor Gericht alle Register. Unser Anwalt kennt die Spielchen und hat uns schon mal auf einiges vorbereitet. Unter anderem müssen wir dem Gericht beweisen, dass das Fahrzeug, für das wir die Schäden geregelt haben wollen, auch uns gehört. Dafür müssen Kaufverträge, Rechnungen und ggf. Finanzierungsnachweise von der Bank erbracht werden.

Sorry Leute, aber sollte ich in den nächsten Wochen mit einer Schrottflinte in einer Niederlassung der Bruderhilfe Randale machen und dabei vom SEK niedergestreckt werden, dann seit doch bitte so nett und leitet diesen Thread an die Medien weiter. So müssen die Hampels nicht erst wochenlang mit der Shooter-Kagge Quote machen.
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Beitragvon Benutzer gelöscht » 15.04.2012 18:17

Sonntags gab es um 17.00 Uhr auf Vox die Sendung "Automobil" - früher hieß die Sendung "Auto, Motor und Sport TV". Der Zufall wollte es, dass heute die Machenschaften der Versicherer vorgetragen wurden. Was die schlechte Schadenabwicklung von Seiten der gegnerischen Versicherung angeht, so sollte man unbedingt wissen, dass das heute der Standard ist. Es werden sogar Unternehmen beauftragt, die nur dafür da sind die Schadensumme zu drücken. Unfassbar.

Was man unbedingt wissen sollte:
- Ab 800,- EUR hat man das Recht auf einen Schadensgutachter, den die gegnerische Versicherung zahlen muss.
- Man hat auch das Recht einen Anwalt einzuschalten, den ebenfalls die gegnerische Versicherung zahlen muss.
- Man hat das Recht auf eine freie Werkstattwahl.
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Beitragvon Benutzer gelöscht » 26.10.2012 12:24

Die Nummer geht vor Gericht und heute ist die Klageschrift eingetroffen.
Wie mein Anwalt bereits schon zu Beginn vermutete, wird zunächst von der Gegenseite bestritten, dass der Unfallwagen ihr Eigentum ist. Da frage ich mich doch, warum die Versicherung den nach ihrer Meinung ausreichenden Betrag für die Reparatur bereits gezahlt hat?
Aber anstatt sich auf die tatsächlichen Fakten und den Fall zu konzentrieren lamentiert die gegnerische Seite auf fast einer A4-Seite über die sagenhafte Summe von 20,- EUR (zwanzig!), die mein Anwalt in Rahmen der Vorarbeiten zur Abrechnung brachte. Unfassbar.

Im weiteren Verlauf erkennt die gegnerische Seite die Beauftragung meines Sachverständigen nicht an. Ich hätte die Versicherung beauftrag die DEKRA die Beurteilung zu überlassen. Ja, nee is klar. Und weil das so ist, wäre mein Sachverständiger völlig grundlos eingeschaltet worden. Man schmückte aus, dass mir die errechnete Schadensumme zu gering wäre. Wir erinnern uns: Bevor ich mein Sachverständigen einschaltete hatte ich bereits ein Kostenvoranschlag einer Werkstatt. Erst als die DEKRA knapp ein Drittel der notwendigen Summe aufrief und mir das etwas zu weit auseinander lag, wurde mein Sachverständiger beauftrag. Auch ein weiterer Kostenvoranschlag meiner Servicewerkstatt lag im Bereich des ersten Angebots und die meines Sachverständigen.

Am 13. November ist der Gerichtstermin. Ich bin geladen und werde mir wohl schon jetzt eine geeignete Pille suchen müssen, damit mir am Prozesstag nicht der Hals platzt.
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Beitragvon [RDC] Puppet » 31.10.2012 01:06

Versteif dich mal nicht so auf den 13.November, denn bis wirklich alle an dem Tag da sind, kann's auch noch dauern. Da ist es üblich, dass da REIN ZUFÄLLIG ein wichtiger Zeuge oder der Angeklagte krank sind oder anderweitig verhindert. Oder es kommt gar nicht erst zu dem Termin, je nach entsprechenden Fristen, die man so ausreizen und einhalten darf/muss.

Bin mal gespannt was das wird.

Aber wie in diesem Fall wieder einmal ein klares Anzeichen dafür, dass einigen Leuten scheinbar einfach zu langweilig ist und die nix besseres zu tun haben. Es gab tatsächlich noch Zeiten, da war ein Autounfall keine wirklich große Sache und die Leute waren froh, dass niemand verletzt wurde. UND das nicht aus dem Grund, weil man sonst wegen fahrlässiger Körperverletzung dran ist, sondern weil's ein Menschenleben ist.
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Beitragvon [RDC] Puppet » 31.10.2012 01:08

Versteif dich mal nicht so auf den 13.November, denn bis wirklich alle an dem Tag da sind, kann's auch noch dauern. Da ist es üblich, dass da REIN ZUFÄLLIG ein wichtiger Zeuge oder der Angeklagte krank sind oder anderweitig verhindert. Oder es kommt gar nicht erst zu dem Termin, je nach entsprechenden Fristen, die man so ausreizen und einhalten darf/muss.

Bin mal gespannt was das wird.

Aber wie in diesem Fall wieder einmal ein klares Anzeichen dafür, dass einigen Leuten scheinbar einfach zu langweilig ist und die nix besseres zu tun haben. Es gab tatsächlich noch Zeiten, da war ein Autounfall keine wirklich große Sache und die Leute waren froh, dass niemand verletzt wurde. UND das nicht aus dem Grund, weil man sonst wegen fahrlässiger Körperverletzung dran ist, sondern weil's ein Menschenleben ist.

Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen und lass nicht wegen solcher Pfeifen den Hals platzen, da gibt's besserer Gründe. ;)
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Beitragvon Benutzer gelöscht » 14.11.2012 18:40

So, gestern war der ERSTE Gerichtstermin. Mein Anwalt informierte mich, dass ich nicht persönlich anwesend sein musste.
Die Vorgehensweise der Gegenseite ist unglaublich: Man versteift sich darauf, dass der Wagen nicht uns gehört. Ja, ihr lest richtig. Anstatt sich auf den Unfall zu konzentrieren, erkennt die Gegenseite eine Kopie unseres Kaufvertrages nicht an. Weiterhin verstand die Gegenseite nicht warum nicht deren Sachverständige allein ausgereicht hat. Der wäre schließlich von der DEKRA und die wissen was sie machen. Die Richterin stimmte uns aber zu, dass bei einem hohen Unterschied von DEKRA-Gutachten zu den Angeboten der Werkstatt durchaus ein weiterer Sachverständige hinzugezogen werden darf.

Nun wird das Gericht ein Sachverständigen schicken, der den Fall erneut bewertet.

tbc ...
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Beitragvon Benutzer gelöscht » 16.02.2013 12:57

Das Gericht hat von uns eine Sicherheit 1.800 EUR verlangt, damit ein Gerichtsgutachter eine neue Beurteilung abgibt. Dieser Betrag wird von der Rechtsschutzversicherung hinterlegt. Wer keinen Rechtsschutz hat, muss den Betrag selbst hinterlegen um den Prozess weiterzuführen.

Wir sind nun vom Gerichtsgutachter zu einer Terminabsprache angeschrieben worden. Nun sollte man glauben, dass man da mal eben vorbei fährt und der Mensch sich die Beule ansieht. Nö, der Gutachter stimmt zunächst einen Termin mit einer KFZ-Werkstatt ab, wo ich vorsprechen soll. Eine Werkstatt für eine lächerliche Beule? Mein Gutachter verlangte für seine Arbeite, die hauptsächlich Schreibkram war und wo es letztendlich um die Ergänzung vorgefertigter Textblöcke ging, knapp 700,- EUR. Der Gerichtsgutachter nimmt knapp das dreifache und bindet sogar noch eine Werkstatt mit ein. Mir sollte das eigentlich egal sein wenn ich am Ende zu meinem Recht komme. Der Termin wird in Kürze sein und ich werde berichten.

Zwischenstand: Der Unfall ereignete sich Anfang November 2011 und ein Reparaturtermin ist noch weit weg.

Merke: Rechtsschutzversicherungen machen Sinn.

tbc ...
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Beitragvon RuDark Consoleros » 16.02.2013 12:57

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