Auf der E3 2010 wurde der Nachfolger vorgestellt und viele Fans waren zunächst etwas verwirrt, wie ein "Elektro-Held" plötzlich mit Eis hantiert. Wer in Bio nicht aufgepasst hat: Eis = Wasser und Wasser nix gut für Strom
Ich spreche das deshalb an, weil zu Beginn des ersten Teils erklärt wurde warum Cole z.B. nicht Autofahren oder ein Waffe benutzen kann. Wasser war für ihn so oder so kein Thema und da ist die Frage nach dem "und wie soll das mit dem Eis noch glaubhaft gehen?" berechtigt.Die Jungs von Eurogamer haben in ihrer inFamous 2 Vorschau ein paar wichtige Details enthüllt, die schon Fans des ersten Teils vor Entzücken sabbern lassen.
Besonders beeindruckend während der Präsentation: Seine stark verbesserten Fähigkeiten, die einen Straßenzug innerhalb von wenigen Sekunden in Schutt und Asche legen können. Waren die Auswirkungen beim ersten Teil auf Fahrzeuge, Menschen und kleine Objekte beschränkt, könnt ihr diesmal Balkons von Fassaden reißen, Schaufenster verwüsten und mit elektrischen Wirbelstürmen sogar Bäume ausreißen. An einer Stelle in der Präsentation wurde ein komplettes Gebäude eingerissen und versank begleitet von einer Staubwolke krachend im Boden.
Der Kern des neuen Kampfsystems ist aber ein elektrischer Stab, der den Nahkampfattacken mehr Bedeutung verleihen soll. Umzuckt von Blitzen jagt ihr den überdimensionalen Kondensator mit knochenbrechenden Schlägen in die Gegner, werft sie wie Puppen durch die Gegend und besiegelt ihr Schicksal mit zerstörerischen Finishing-Moves, die Schockwellen durch den Boden jagen. Das frische Motion-Capturing macht sich hierbei bezahlt. Mutanten, Zivilisten und Cole selbst wirken viel natürlicher und vermitteln das Gefühl, lebenden Wesen gegenüberzustehen.
Doch auch abseits dieser intimen Auseinandersetzungen hat Cole kräftig dazugelernt. Ganz oben auf der „Wahnsinn“-Liste steht der Ionic Vortex. Der oben erwähnte, elektrische Wirbelsturm jagt mit einer enormen Kraft durch die Straßen, reißt alles mit und überzieht den kompletten Bildschirm mit mächtigen Entladungen. Ein wirklich beeindruckendes Schauspiel, das in Kombination mit den frischen, prächtigen Animationen einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Außerdem kann Cole erstmals auch Eisfähigkeiten einsetzen, indem er die Luft auf molekularem Level mit Elektrizität bearbeitet. Außer einem Bild mit eingefrorener Umgebung und einem Hinweis im Logo wollte sich Sucker Punch aber nicht zu diesen Kräften äußern. Fest steht nur, dass die Entwickler mit satten 100 frischen Fähigkeiten herumexperimentieren - welche davon später im Spiel zu sehen sind, steht aber noch nicht fest.
Noch viel wichtiger als seine Zerstörungskraft ist die stark verbesserte Agilität. Endlich könnt ihr von Anfang an mit euren elektrischen Kräften von einem Hochhausdach zum nächsten gleiten. Rast mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit an Stromleitungen entlang. Und klettert blitzschnell über Kommikationskabel an Hauswänden empor.
Die Spielgeschwindigkeit erhöht sich dadurch beträchtlich und verleiht inFamous 2 dadurch eine Dynamik, die dem ersten Teil abging. Die Parkour-Fans unter euch kann ich aber beruhigen. Cole klettert über weite Strecken brav Häuserwände entlang und muss durch gewagte Sprünge Höhenunterschiede überwinden. Im Notfall geht das aber diesmal deutlich schneller und vor allem eleganter.
Zugegeben, zu Beginn der Ankündigung war ich etwas skeptisch. Zuerst machte nämlich das Gerücht die Runde, dass die Macher auf den abgefahrenen Comic-Style verzichten werden. Das stimmt zum Glück nicht. Außerdem hatte ich Sorge, dass der Zweite Teil sich nicht genug weiterentwickelt. Aber auch das scheint nicht der Fall zu sein.
Ick freu misch jedenfallz uff Teil 2.





